Erweiterung Schulanlage
Hagendorn
Das grosse Programm an benötigten Räumen, sowie die Forderungen der Bewohnerschaft Hagendorns nach möglichst viel nutzbarem Freiraum erfordert eine tiefgreifende Betrachtungsweise eines möglichen ortsbaulichen Ansatzes. Die gewachsene Struktur, sowie der Umgang mit der intakten Substanz bedingt eine gezielte Abwägung funktionaler Raumbeziehungen und ein feines Austarieren einer möglichen Volumetrie zur Komplettierung der Anlage.
Durch das Absenken der Doppelturnhalle zusammen mit den Räumlichkeiten, welche in direktem funktionalem Zusammenhang mit derer stehen, gelingt es das oberirdische Neubauvolumen auf ein ortsverträgliches Mass zu reduzieren. Die intakte Struktur des bestehenden Turnhallenbaus von 1967 ermöglicht es die Bausubstanz zukunftsgerichtet zu ertüchtigen und mit einer geringen Eingriffstiefe räumlich, funktional und atmosphärisch neu zu denken. Die Präzise Setzung des Neubauvolumens, stirnseitig an die Lorzenweidstrasse spinnt die gewachsene Struktur weiter und bildet einen angemessenen Abschluss der Anlage.
Die vorhandenen Freiraumqualitäten werden aufgenommen – eine weilerartige Sequenz verschiedener Raumschichten entsteht. Durch die volumetrische Verwandtschaft des Neubaus mit dem Umbau, gemeinsam mit den historischen, wie auch neuzeitlichen Gebäudetypologien vereint sich die Schulanlage zu einem Hof-Ensemble am Siedlungsrand im Übergang in den Landschaftsraum. Der geringe oberirdische Raumverbrauch ermöglicht ein Wahren der kleinteiligen Struktur des Ortes und garantiert das Bedürfnis an Sport- und Spielflächen, wie auch an Aufenthaltsorten für schulische und ausserschulische Nutzungen vollumfänglich abzudecken.
Wettbewerbsbeitrag
Projektwettbewerb im offenen Verfahren
2025
Nutzung: Modulare Tagesschule, Doppelsporthalle, Vereinsnutzung
Ort: Hagendorn
Auftraggeber: Gemeinde Cham
Leistung: Architektur, Freiraum
Arge mit Herger Luchsinger Architekten
Visualisierungen: OVI Images
Modellbau: Gruber.Forster














